„Swiss Sport Integrity“ – nationale Anlauf- und Meldestelle

Swiss Olympic hat im Januar 2021 die Anlauf- und Erstberatungsstelle „Swiss Sport Integrity“ lanciert, bei der Verletzungen der Ethik Charta gemeldet werden können. Ein neutrales Gremium triagiert und untersucht diese Meldungen und leitet notwendige Massnahmen ein.

Diese nationale Meldestelle ist auf politischen Druck nach den Vorfällen im Schweizer Turnverband mit einem provisorischen Betrieb gestartet und wird per 1. Januar 2022 offiziellen Status erlangen.  Der STSV anerkennt die Ethik Charta des Schweizer Sports als Grundlage und Verpflichtung für einen fairen, gesunden und respektvollen Sport und empfiehlt allen Mitgliedern, dieses Angebot bei Bedarf aktiv zu nutzen.

Links

– Vorstellung von „Swiss Sport Integrity“ am des Swiss Olympic Forums vom 6. Mai 2021 (Video).

https://player.vimeo.com/video/546157576

– Online-Meldeformular bei Verdacht von Verletzungen der Ethik-Charta

https://www.swissolympic.ch/ueber-swiss-olympic/kontakte/anlaufstelle

Ethik Charta

Die olympischen Werte – Höchstleistung, Freundschaft und Respekt – bilden weltweit die Grundlage für einen fairen und nachhaltigen Sport.
Die Ethik-Charta von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Sport (BASPO) baut auf diesen Werten auf. Sie ist obligatorischer Bestandteil der Statuten jedes Mitgliedsverbands von Swiss Olympic.

Als Mitgliedverband von Swiss Olympic ist es dem Schweizerischen Tanzsport Verband (STSV) wichtig, die Werte der Ethik-Charta zu unterstützen und diese auch in die Mitgliedervereine zu transportieren.

Die Ethik-Charta für den Schweizer Sport besteht aus neun Prinzipien, die eine Verpflichtung für alle sind – für gesunden, respektvollen und fairen Sport.

1. Gleichbehandlung für alle.
Nationalität, Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, religiöse und politische Ausrichtung führen nicht zu Benachteiligungen.

2. Sport und soziales Umfeld im Einklang.
Die Anforderungen in Training und Wettkampf sind mit Ausbildung, Beruf und Familie vereinbar.

3. Stärkung der Selbst- und Mitverantwortung.
Sportlerinnen und Sportler werden an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt.

4. Respektvolle Förderung statt Überforderung.
Die Massnahmen zur Erreichung der sportlichen Ziele verletzen weder die physische noch die psychische Integrität der Sportlerinnen und Sportler.

5. Erziehung zu Fairness und Umweltverantwortung.
Das Verhalten untereinander und gegenüber der Natur ist von Respekt geprägt.

6. Gegen Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Übergriffe.
Physische und psychische Gewalt sowie jegliche Form von Ausbeutung werden nicht toleriert. Sensibilisieren, wachsam sein und konsequent eingreifen.

7. Absage an Doping und Drogen.
Nachhaltig aufklären und im Falle des Konsums, der Verabreichung oder der Verbreitung sofort einschreiten.

8. Verzicht auf Tabak und Alkohol während des Sports.
Risiken und Auswirkungen des Konsums frühzeitig aufzeigen.

9. Gegen jegliche Form von Korruption.
Transparenz bei Entscheidungen und Prozessen fördern und fordern. Den Umgang mit Interessenkonflikten, Geschenken, Finanzen und Wetten regeln und konsequent offenlegen.

Code of Conduct des STSV
Die im vorliegenden Code of Conduct definierten Werte und Grundsätze bestimmen das Verhalten und den Umgang innerhalb des STSV und gegenüber Aussenstehenden.